MOTTO:

UMUNNA BU IKE

„Brotherhood is Strength“

Igbo Kultur & Traditionen

Igbo Kultur & Traditionen: Historischer Hintergrund der Ndigbo
Geschichtliche und archäologische Zeugnisse die im Igbo-Land gefunden wurden, dazu zählen Töpferwaren, Metallwaren und prähistorische Artefakte aus Davidischen Tagen, legen nahe, dass das Volk der Igbo vom Patriarchen Eri, dem fünften Sohn Gads, dem Sohn Jakobs abstammt.

 

Den Überlieferungen zufolge hat Eri bereits im 9. Jahrhundert das mittelalterliche Westafrika durchwandert und sich dort niedergelassen (948 anno Domini). Der vorherrschende Einfluss Eris erforderte die sporadische Ausbreitung in die südöstliche Region des heutigen Nigerias und die Gründung der Städte Umuleri und Aguleri, und des Königreichs Nri (948 – 1911 a.D.).

 

Der (Trans-) Atlantische Sklavenhandel des 16. bis 19. Jahrhunderts läuteten den Untergang des Königreichs Nri ein.

 

Die überwiegende Mehrheit der Versklavten, die in die Neue Welt transportiert wurden, viele auf den Handelsrouten des atlantischen Dreieckshandels und der ‚Middle Passage‘, waren Westafrikaner (unzählige „Oru“ Igbos wurden verkauft). Aktuellen Schätzungen zufolge wurden ungefähr 12 Millionen Afrikaner über den Atlantik verschifft, von Portugiesen, Briten, Franzosen, Spaniern, dem niederländischen Imperium und den USA. Die nachfolgende Britische Kolonialisierung vieler afrikanischer Königreiche hat 1914 die Vereinigung des Igbo Königreich Nri zunichte gemacht.

 

Das heutige Igbo-Land erstreckt sich geographisch über die südöstlichen Bundesstaaten Nigerias, nämlich Abia, Anambra, Ebonyi, Enugu und Imo. Funde früher Igbo Siedlungen gab es auch in Flüssen und Deltas; Spuren der Igbo Sprache ließen sich in Akwa Ibom, Byaelsa, Benue und den Cross Rivers States nachweisen.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Igbo Kultur
(Igbo: Ọmenala ndị Igbo) Die Kultur der Igbos wird durch die Gewohnheiten, Praktiken und Traditionen der Igbo Bevölkerung Südostnigerias geprägt.

 

Iri Ji Festival or Iwaji/Ili Ji Yam FestivAll: Jedes Jahr wird von August bis Dezember wird in unterschiedlichen Igbo Regionen zu unterschiedlichen Zeiten das Iri-Ji Festival gefeiert. Ji (oder Yam) repräsentiert ein sehr wichtiges landwirtschaftliches Produkt des Igbo-Lands.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Traditionelle Igbu Tracht
Die traditionelle Tracht moderner Igbos besteht bei Männern hauptsächlich aus dem Isiagu Top (auch Ishi agu genannt) mit Löwenkopfmuster, das auf den Stoff gestickt wird. Die Tracht kann auch einfarbig sein (üblicherweise schwarz). Das Top wird mit Hose kombiniert, dazu kommen wahlweise traditionelle Kopfbedeckungen der Igbo Würdenträger (a fez named okpu agu or agwu??) oder der typischen Männerhuts in traditionellem Igbu Schnitt (ähnlich der Pudelmütze).

 

Frauen tragen eine tief ausgeschnittene Bluse mit Puffärmeln (beeinflusst durch europäische Trachten) mit zwei Wickeltüchern (aus hochwertigem Hollandais „Waxprint“ Stoff mit Batikmuster) und Kopftuch.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Sprache
Asusu Igbo ist die Hauptsprache der Igbos. Sie leitet sich von verschiedenen regionalen Sprachen wie Igbo Proper, Ikwerre, Ika, Izii-Ikwo-Ezza-Mgbo, Ogba und ukwuani-Aboh-Ndoni her, die in der südlichen Region Nigerias weit verbreitet sind. Die Bedeutung erschließt sich durch die müssen Tonhöhe, Stimmmodulation und den situativen Kontext. Ein einzelnes Wort kann zahlreiche Bedeutungen haben, abhängig von diesen Faktoren. Dialekte und Redewendungen spielen eine bedeutsame Rolle in der Sprache der Igbo.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Kunst 
Igbo art (Igbo: Ǹkà Igbo), ist von Igbos geschaffene Bildende Kunst. Die Igbos bieten eine große Vielfalt verschiedener Kunst wie traditionelle Skulpturen, Masken, Artifakte und Textilien, nicht zu vergessen Arbeiten aus Metall, wie zum Beispiel Bronze oder Messing. Bronze Artifakte der Igbos wurden bereits im 9. Jahrhundert in Igbo Ukwu, im Bundesstaat Anambra gefunden.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Alltag
Das Dorfleben der Igbos ist vergleichbar mit dem anderer Regionen Afrikas, aber trotzdem charakteristisch für die Lebensweise der Igbos. Interessanterweise gibt es keinen Anführer oder König, der die Bevölkerung regiert. Fast alle Dorfbewohner sind an Entscheidungen beteiligt. Es gibt etablierte Einrichtungen wie das Konzil der Dorfältesten, den Rat der Stammeshäuptlinge, Frauenvereinigungen, und Geheimgesellschaften. Igbos schenken der Individualität des Einzelnen genauso viel Bedeutung wie dem Gemeinschaftsleben.

 

Igbo Kultur & Traditionen: Religion
Die Igbos sind ein tief religiöses Volk. Die ursprüngliche Igbo Religion und Tradition wird als Odinani bezeichnet. Gemäß der odianischen Mythologie wird Gott der Allmächtige Chukwu („Great spirit“) genannt. Er erschuf die Erde und alle Lebewesen, und ist mit allen Dingen auf Erden verbunden. Chukwu ist ein Sonnengott. Dem Glauben nach gab es drei Kategorien von himmlischen Wesen: Auf der höchsten Ebene war Chukwu, auf der nächsten Ebene folgten geringere Gottheiten, “Umuagbara” genannt, und darunter standen die “Ndi Ichie,” die Geister der Toten.

 

Ibos glauben an die Wiedergeburt. Da für die Igbos alles im Leben von höheren Mächten gesteuert wird, gibt es auch Wahrsager, die versuchten die Zukunft vorauszusagen. In jedem Dorf gibt es Priester und Priesterinnen, die in allen spirituellen Anliegen helfen, indem sie Zeremonien und Rituale durchführen.

 

Heute sind die Mehrheit der Igbos Christen, etwas mehr als Hälfte davon sind römisch-katholisch.